Unsere Chronik von 1980 - heute
1880 - 1922
Die ersten Aufzeichnungen über öffentliche musikalische Auftritte von Häuserner Musiker finden sich in Gemeinde-Rechnungsbüchern von 1870–1880: Ausgaben für Musik und Gesang an Hauptlehrer Maier. Ein Artikel im Alb-Boten vom 16. Mai 1878 berichtet über ein Konzert der Musikgesellschaft aus Häusern im Gasthaus Seebrugg. Diese Zeitungsnotiz wurde später für die Verleihung der Pro-Musika-Plakette anlässlich des 100jährigen Jubiläums anerkannt.
Schließlich gründeten acht Bürger im Jahr 1880 den Musikverein Häusern: Hauptlehrer Maier, Rudolf und Josef Rogg, Gustav Morath, Johann und Max Schäuble, Frz. Josef Maier und Josef Schmidt.
Aus finanziellen Gründen übernahm die im Jahr 1889 gegründete Freiw. Feuerwehr Häusern mit der Aufstellung der Wehr auch die Musikkapelle als Feuerwehrmusik. Gleichzeitig mit der Übernahme in die Feuerwehr wurde Gustav Morath Dirigent der Kapelle, der aber leider schon 1895 verstarb. Sein Nachfolger wurde Josef Schmidt sen., der den Dirigentenstab nach fünf Jahren an seinen Sohn, den Straßenwart Josef Schmidt jun., übergab.
In den 30 Jahren seiner Dirigententätigkeit verhalf Josef Schmidt jun. dem Musikverein zu einem bisher nicht gekannten Aufstieg, anerkannt und ausgezeichnet durch die Verleihung von Preisen, die heute noch teilweise vorhanden sind.
Josef Schmidt stellte seine Wohnung als Probelokal zur Verfügung. Schwer traf ihn ein Brandunglück 1913, bei dem neben seinem Privatbesitz auch einige Instrumente, das gesamte Notenmaterial und alle bis dahin getätigten Aufzeichnungen vernichtet wurden.
Der 1. Weltkrieg unterbrach die Musikertätigkeit, doch die Tatkraft des Dirigenten schuf bald wieder eine neue Kapelle. 1919 war der neu erstandene Musikverein bereits in der Lage, das Fridolinsfest und das 30jährige Stiftungsfest der Freiw. Feuerwehr musikalisch zu gestalten.
Am 3. Okt. 1920 nahm Häusern in Waldshut an der Gründungsversammlung des Blasmusikverbands Hochrhein teil und 1921 am 1. Verbandsmusikfest in Waldshut.
1922 - 1944
Der Aufstieg der Kapelle führte im Jahr 1922 zur Gründung des nun eigenständigen Musikvereins Häusern mit 14 aktiven Musikern. Erster Vorsitzender wurde der spätere Ehrenvorstand Johann Schäuble.
Das Protokollbuch verzeichnet im Jahr 1922 eine rege Tätigkeit, z. B. Konzerte in Schlageten, Staufen, St. Blasien und Immeneich. Zu Hause musizierte die Kapelle an kirchlichen Anlässen und gestaltete in Gasthäusern Konzerte und Tanzveranstaltungen. Am Fridolinstag spielte die Musik nach der Kirche zum Frühschoppen, ab 1926 nachmittags jährlich wechselnd in den Gasthäusern Adler, Albtalblick, Mantel und Deutscher Kaiser.
1927 bekamen die Musiker zur Feuerwehrkleidung eine einheitliche Uniform.
Im Jahr 1930 übertrug Josef Schmidt jun. das Dirigentenamt an seinen Sohn August Wilhelm. Er selbst wurde für seine Verdienste 1931 zum Ehrendirigent ernannt und spielte in der Kapelle bis 1944 wieder das Tenorhorn.
August Wilhelm Schmidt dirigierte die Kapelle bis 1944, und somit lag die musikalische Leitung des MV Häusern ein halbes Jahrhundert lang in den Händen der Musikerfamilie Schmidt. (Von der Gründung bis ins Jahr 2009 war jede Generation der Familie im Musikverein vertreten. Heute sind Helmut Schmidt (seit 1995 Ehrenmitglied), Tochter Silvia Hackmann und deren Tochter Nadine in den Reihen der aktiven Musiker.)
1947 - 1980
Nach dem 2. Weltkrieg begann der ehemalige Militärmusiker Bruno Gutmann im Sommer 1947 mit der Ausbildung von Jungbläsern, und im Okt. 1947 konnte erstmals eine kleine Gruppe von 8 Musikern beim Priesterjubiläum des Erzbischofs Dr. Gröber in der Fridolinskirche mitwirken. Der erste öffentliche Auftritt war dann mit 12 Aktiven bei einer Fastnachtsveranstaltung des Sportvereins 1948.
Schließlich erfolgte im Juni 1948 eine Wiedergründungsversammlung. Dirigent wurde Heinrich Lauinger, und erster Vorstand wurde Bruno Gutmann, der dieses Amt mit unwesentlicher kurzer Unterbrechung 18 Jahre lang ausübte. Als Heinrich Lauinger 1957 nach Radolfzell versetzt wurde, übernahm Bruno Gutmann zusätzlich den Taktstock, und diese Doppelfunktion übte er acht Jahre lang aus.
Um die Ausbildung von Jungmusikern bemühte sich Alfred Winterhalter, und unter seiner Regie entstand die allseits bekannte Jungbläsergruppe „Tsching-Bumm“ (ca. 1950–1955).
Die ersten Vereinsjahre begannen mit Auftritten von Bläserquartetten und Standkonzerten. Später fanden Tanzabende und Weihnachtskonzerte mit Theater-aufführungen im Albtalblick sowie Gästeabende im Schwalbennest statt. Die Musiker bauten sich eine Tanzbühne, und als 1956 der Kurgarten angelegt war, wurde sie dort aufgestellt und Sommerfeste und die ersten Kurkonzerte veranstaltet. Einige Zeit entstand dann der Kurpavillon, und Kurkonzerte wurden während der Saison zum festen Programmpunkt. 1952 gab es eine neue Uniform, und das Protokollbuch verzeichnet 43 öffentliche Auftritte, 1958 sogar 53.
Bei Beerdigungen von Mitgliedern und Feuerwehrkameraden war es üblich, dass die Musikkapelle den Trauerzug bis zum Friedhof St. Blasien mit Marschmusik anführte. So auch 1951 beim Tod von Ehrendirigent Josef Schmidt und 1955 bei der Beisetzung von Ehrenvorstand Johann Schäuble.
Ein Höhepunkt war das 75jährige Jubiläum im Juli 1955, und als Dank für das gelungene Zeltfest organisierte der Musikverein (25 Aktive) erstmals eine größere Ausflugsfahrt mit 120 Personen nach Lugano.
In den 50er Jahren blieb die Zahl der Aktiven stets um die 20, erst in den 60ern konnte sich die Kapelle vergrößern und gegen Ende des Jahrzehnts 30 Aktive verzeichnen.
1966 gab Bruno Gutmann sein Vorstandsamt an Georg Settele ab, und fünf Jahre später aus beruflichen Gründen auch den Dirigentenstab. Bruno Gutmann wurde an seiner Verabschiedung 1971 für seine herausragenden Verdienste zum Ehrenpräsidenten ernannt. Nun gab es wieder zwei Ehrenmitglieder, die das Vereinsleben begleiteten, denn bereits 1967 hatte Alfred Winterhalter die Ehrenmitgliedschaft erhalten.
Bruno Gutmann schrieb 1980 für das 100jährige Jubiläum die Vereinschronik. Von 1983–1989 übernahm er das Amt des Bezirksvorsitzenden, von 1961–1970 war er bereits Bezirksdirigent gewesen.
Auf Grund einer Wette, welche zum berühmten „Fensterblasen“ (27.11.64) im Hotel Adler führte, stifteten Adlerwirt Erich Zumkeller und Albert Gutgesell die ersten zwei Schwarzwaldtrachten. Zwei Jahre später konnten alle Aktiven mit den neuen Musiktrachten eingekleidet werden, was mit einem großen Trachtenfest im Juni 1966 gebührend gefeiert wurde. Das spätere Ehrenmitglied Gustav Brunner hatte die Tracht entworfen, und bis heute ist die Silberdistel charakteristisch für die Trachtenkapelle Häusern.
Ein Jahr bevor Georg Settele 1971 das Dirigentenamt übernahm, hatte er bereits seinen Vorstandsposten an Otto Böhler abgegeben, der das Amt bis 1974 ausübte. Otto Böhler erstellte mit der Vorstandschaft eine Vereinssatzung, und am 13.9.1971 erfolgte beim Amtsgericht St. Blasien die Eintragung e.V. ins Vereinsregister. 1972 richtete der MV Häusern das Bezirksmusikfest aus.
Gemeinsam mit der Narrenzunft strebte man eine einheitliche Fastnachtskleidung an. Am Narrentreffen in Waldshut, 10.2.1974, marschierten die Musiker in ihrem neuen Häs’ und gelber Zipfelmütze und spielten erstmals den Hüsemer Hasenmarsch, den Gustav Brunner komponiert hatte.
In vieler Beziehung brachte Posaunist Gustav Brunner, der auch von 1974–1978 als 1. Vorstand tätig war, frischen Wind ins Vereinsleben. Für Furore sorgte er mit der Ausbildung seiner Tochter Anneliese (Klarinette), die 1969 als erstes Mädchen in die aktiven Reihen aufgenommen wurde.
Ein weiterer Meilenstein in der Vereinsgeschichte bedeutete 1977 das neue Kur- und Sporthaus. Durch die Einnahmen der Hallenbewirtung konnte die Vereinskasse aufgebessert werden, und musikalisch wurden nun die Fridolinskonzerte enorm aufgewertet. Seit den 20er Jahren hatten sie nachmittags in Gasthäusern (Adler, Albtalblick, Mantel) stattgefunden, unter zunehmend beengten Verhältnissen. Jetzt wurden sie bei besserer Akustik am Abend aufgeführt, und Dirigent Georg Settele konnte stetig das musikalische Niveau steigern.
In diesen Jahren ging im großen Saal des Kur- und Sporthaus allmählich die Zeit der Hüsemer Tanzabteilung zu Ende. Sie hatte sich Mitte der 50er Jahre als Zehn-Mann-Kapelle gegründet, später nannte sie sich „Taubachstromer“, dann „Hüsemer Dorfmusikanten“ und zum Schluss „Gemupo“ (letzter Auftritt 1983).
1977 entstanden aus einer Gruppe Jungmusiker die „Fidelen Hüsemer“, die bis heute mit jährlich wechselnden Kostümen an Fastnacht auftreten und 2007 auf 30jähriges Bestehen zurückblicken konnten (siehe Fastnachtsgruppen „Fidelen Hüsemer“).
38 Musiker feierten im August 1980 das 100jährige Jubiläum – unter der Regie des 1. Vorstands Kurt Kaiser (Amtszeit 1978–1982) und des 2. Vorstands und Festwirts Helmut Schmidt. Regierungspräsident und Schirmherr Dr. Norbert Nothhelfer gratulierte mit der Plakette „Pro-Musika“.
1980 - heute
1982 begann mit Alexander Arzet eine zehnjährige Periode beständiger Vorstandschaft. Sein Vize Engelbert Feser unterstützte ihn als Küchenchef bei Festivitäten jeglicher Art, sei es bei Bewirtungen im Kur- und Sporthaus, beim Skiliftfest 1982, Kurparkfest 1986, natürlich bei allen Dorffesten und zum Abschluss ihrer Amts-Laufbahn beim dreitägigen Zeltfest des 111jährigen Bestehens im Juli 1991.
Das erste kleine Dorffest kam 1978 zustande. Ab 1979 wurde es alle zwei Jahre durchgeführt und bis 2001 beibehalten. Doch die Besucherströme waren versiegt und 2003 wurde das Dorffest aus der Jahresplanung gestrichen. Stattdessen veranstaltete der Musikverein unter Vorstand Thomas Schmid im August 2003 ein zweitägiges Sommerfest. Im Jahr 2005 bewirtete die Trachtenkapelle erstmals den Holzhauer-wettbewerb während der „Grüezi-Schweiz-Woche“, und organisiert seitdem jährlich an diesem Wochenende ein Sommerfest im Kurgarten.
Das Team Arzet/Feser übernahm auch die Hallenbewirtung. Sie traten in die Fußstapfen von Kurt Kaiser und Helmut Schmidt, die seit 1977 in der ARGE (Arbeitsgemeinschaft) mit dem Sportverein tätig gewesen waren.
An Fastnacht hatte der Dienst in der Hallenküche für die Musiker Hochkonjunktur. Beim Preismaskenball war jahrelang das Kur- und Sporthaus brechend voll. Mitte der 90er Jahre wurde der Besuch leider immer spärlicher; und so gab es 1997 zum letzten Mal den traditionellen Ball des Musikvereins.
Zum Jahresende 1990 kündigte die ARGE den Vertrag mit der Gemeinde. Seitdem teilen sich vier Vereine – Sportverein, Musikverein, Feuerwehr und Narrenzunft – die Hallenbewirtung.
In der Amtszeit 82–92 erwirtschaftete das Vorstandsduo Arzet/Feser durch Hallenbewirtung und insgesamt acht Feste einen beträchtlichen Gewinn in die Musikkasse. Dieses Geld wurde hauptsächlich für Instrumente und Nachwuchsausbildung ausgegeben, aber 1988 auch dringend für neue Frauentrachten benötigt.
Die Kniebundhosen der Musikerinnen hatten ausgedient. Stattdessen wurden mit Goldfaden handbestickte Schwarzwaldtrachten angefertigt (Silberdistel auf schwarzem Samt). Beim Entwurf, bei der Planung und den Näharbeiten engagierte sich Birgit Arzet.
Pfingsten 1980 fuhr die Trachtenkapelle Häusern erstmals zum Schützenfest nach Recklinghausen/Essel. Mittlerweile ist der viertägige Auftritt der Häuserner fester Programmpunkt in Essel. Bereits zwölf Mal spielte der Musikverein dort den Großen Zapfenstreich, jeweils 1980, 1982, 1984, 1988, 1990, 1994, 1998, 2002, 2004, 2006, 2008 und 2010. Pfingsten 2010 wurde die 30jährige Freundschaft gefeiert.
Die Esseler Schützen revanchierten sich mit ihrer Umzugsteilnahme am 100jährigen Fest 1980 und ihrer Mitwirkung beim Großen Zapfenstreich am 125jährigen Jubiläum 2005.
Auch die Musikgesellschaft Ehrendingen aus der Schweiz wirkte stets bei Jubiläumsfesten des MV Häusern mit. Die Partnerschaft, die seit 1968 besteht, wird von beiden Kapellen regelmäßig gepflegt. Zum Beispiel gaben die Häuserner Musiker in Ehrendingen sowohl beim 75jährigen als auch beim 100jährigen Jubiläum (August 2006) Festkonzerte.
Im Herbst 1984 stand ein Dirigentenwechsel an, und nach einer Übergangszeit mit Dirigent Hans-Joachim Böhler übernahm 1986 Thomas Villinger den Taktstock. Der Frohnschwander Posaunist, ausgebildete Dirigent und Tanzmusikleiter („Die Bergemer“) hat in nunmehr einem Vierteljahrhundert kontinuierlich die musikalische Leistung der Kapelle gesteigert. Er setzte neue Maßstäbe, insbesondere beim Fridolinskonzert, das bis heute den absoluten musikalischen Höhepunkt im Vereinsjahr darstellt und das von zahlreichen Musikfreunden aus der Region und Abordnungen von Nachbarvereinen besucht wird.
Der zweite traditionelle Konzerttermin, das Weihnachtskonzert – bis 1976 im Hotel Albtalblick und anschließend fast jedes Jahr im Kur- und Sporthaus – wurde von 1982 bis 1993 jährlich wechselnd mit dem Handharmonikaorchester am Nachmittag des zweiten Feiertags durchgeführt; dann entfiel es wegen des Weihnachts-Jahreskonzerts des Handharmonikaorchesters. Erst 2004 und 2006 gestaltete die Trachtenkapelle am Stephanstag vormittags wieder ein weihnachtliches Konzert, und 2008 stieß das gut besuchte Kirchenkonzert in der Fridolinskirche auf positive Resonanz.
Beim Ausbildungswesen und forcierte Thomas Villinger den Besuch von Seminaren und Lehrgängen. So auch 2004, als Julia Arzet (Rogg) und Christoph Villinger den C3-Kurs besuchten und erfolgreich die Dirigentenprüfung ablegten.
Die Ausbildung von Zöglingen ist nach wie vor kostenlos und erfolgt durch eigene Musiker. Ziele sind das Bronzene und später das Silberne Leistungsabzeichen des Blasmusikverbandes. Auf Initiative von Thomas Villinger gestalten Jungmusiker und Zöglinge seit 1995 das Annafest und die Waldweihnacht an der Wittlisberger Kapelle (in den letzten Jahren unter der Leitung von Vizedirigentin Julia Rogg) und seit 2001 ein Adventsvorspiel.
Mittlerweile ist die Jungmusikergruppe fast ein eigenständiges Orchester, das beim Jugendgottesdienst 2005 sein erstes öffentliches Konzert hatte. Nach intensiver Probenarbeit unter der Leitung von Thomas Villinger kamen immer mehr Auftritte hinzu: 2006 beim Weihnachtskonzert und ab 2007 mehrere Auftritte mit dem Heimatverein und als Fastnachtsband „Kaos“.
Seit 1997 ist Thomas Villinger auch Bezirksdirigent des Arbeitsbezirkes V., und somit stellt der Musikverein Häusern zum zweiten Mal den Bezirksdirigenten.
1992 übernahm Bernd Schlageter die Vereinsführung. Zwei Jahre später Thomas Fromm (Amtszeit 1994–1998) und anschließend Christoph Böhler (1998–2002). In diesen Jahren stieg die Mitgliederzahl der Aktiven stetig an: 1997 erstmals über 50. Es musste immer wieder in Instrumente und Trachten investiert werden. Um die Finanzen aufzubessern, wurden Pop- und Rockbands für lukrative Jugend-veranstaltungen im Kur- und Sporthaus engagiert.
Neue Ehrenmitglieder wurden 1986 Gustav Brunner und Kurt Kaiser, 1989 Hans Böhler und 1995 Helmut Schmidt.
Leider galt es auch, Abschied zu nehmen. Gustav Brunner verstarb am 28.3.86, Bruno Gutmann am 26.12.89, Hans Böhler am 9.4.95, Alfred Winterhalter am 18.3.99.
Der seit Jahren diskutierte Bau eines Probelokals konnte 1999 von Vorstand Christoph Böhler und der 2. Vorsitzenden Regina Fromm in Angriff genommen werden. Die Gemeinde überließ dem Musikverein das alte Feuerwehrgerätehaus, gab einen Zuschuss von 25.000 DM und die Genehmigung, im Gemeindewald 160 Festmeter Holz zu schlagen. Der alte Geräteschuppen wurde von den Musikern teilweise abgerissen und neu aufgebaut, wofür in zehn Monaten 3100 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet wurden.
Am 30. Juli 2000 fand das Einweihungsfest statt. Bernhard Fromm und Otto Böhler erhielten für ihre tatkräftige Unterstützung beim Bau des Probelokals die Ehrenmitgliedschaft.
Nach schwieriger Vorstandssuche wurde 2002 beschlossen, die Vorstandschaft um einen 2. Vorsitzenden zu vergrößern, wofür eine Satzungsänderung notwendig war. Die neue Vereinsführung bestand nun aus dem 1. Vorsitzenden Thomas Schmid und den zwei Vize´ Regina Fromm und Hans-Peter Fromm.
Vom 2.–4. Juli 2005 feierte die Trachtenkapelle Häusern ihr 125jähriges Bestehen. Höhepunkt des Jubiläums- und Bezirksmusikfestes war der Große Zapfenstreich im Kurgarten.
Am Fridolinskonzert, 8. März 2009, wurde Alexander Arzet zum Ehrenvorstand ernannt, neue Ehrenmitglieder wurden Albert Kaiser und Hans-Peter Nuber.
Im Jahr 2010 fand wieder ein Vorstandswechsel statt, und erstmals übernahm eine Frau die Vereinsführung. 1. Vorsitzende wurde Stefanie Weiler, 2. Vorsitzende Jutta Neißer, Kassiererin Katrin Weiler, Schriftführerin Valeska Ebner, Aktivbeisitzer Christoph Böhler, Christoph Villinger und Andreas Volk, Passivbeisitzer Egon Ganzmann, Rudi Schmid und Michael Herr.
Am Fridolinskonzert 2011 wurde Thomas Villinger nach 25jähriger Dirigententätigkeit zum Ehrendirigent ernannt, und erstmals in der Vereinsgeschichte konnten zwei Frauen für 40jährige aktive Mitgliedschaft als Ehrenmitglieder ausgezeichnet werden: Birgit Arzet und Doris Krex.
Eine weitere besondere Ehrung fand am Fridolinskonzert 2012 statt: Helmut Schmidt wurde für seine 60jährige Treue zum Verein vom Verband die Ehrennadel in Gold mit Kranz, Diamant und Jahreszahl verliehen.
Derzeit besteht der Verein aus 60 aktiven Musikern, einschließlich 9 Ehrenmitgliedern, und 202 Passivmitgliedern (Stand Februar 2013).