Herrn Stumpfes Zieh & Zupf Kapelle - Welttour

am 23.04.2016 um 20 Uhr im Kur- und Sporthaus Häusern

Schwäbische Mundartmaschine

"Herrn Stumpfes Zieh- und Zupfkapelle" begeistert das Publikum beim Konzert im fast ausverkauften Kur- und Sporthaus in Häusern.

 

HÄUSERN. Wer das Epizentrum des musikalischen Spaßes und der ausgelassenen Stimmung am Samstagabend suchte, fand es auf der Bühne im beinahe ausverkauften Kur- und Sporthaus. Dort sorgten in einem zweieinhalbstündigen Programm die vier smarten Musiker von "Herrn Stumpfes Zieh- und Zupfkapelle" während ihrer Tournee "Welttour" mit humorvollen Liedtexten, Kommentaren, kleinen Anekdoten und Witzeleien beim Publikum für donnernden Applaus.

"Es ist eine tolle Band", war sich auch Christoph Böhler, der Vorsitzende der Trachtenkapelle sicher, der sich insbesondere darüber freute, dass die vom Musikverein organisierte Veranstaltung so glänzend bei den Zuhörern punktete.

Indessen wurde die Musik zum schwäbischen Bekenntnis. Ausdrucksvoll dargestellt wie ein Naturereignis, drückte "Herrn Stumpfes Zieh- und Zupfkapelle" dem Abend ein eigenes, charmantes Flair auf. Die vier beliebten Vollblutmusiker, im Schwäbischen unter anderem durch unzählige Fernsehauftritte bei Hannes und der Bürgermeister berühmt geworden, nahmen mit ihrem Dialekt die Zuhörer für sich ein und unterhielten attraktiv und abwechslungsreich. Ob Flex Flechsler, Selle Hafner, Manne Arnold oder Benny Banano, jeder von ihnen war Rad und Rädchen in dieser Mundartmaschine, die Bewegung, Lust und Power auf die Besucher übertrug.

 

Aber auch an der beträchtlichen Anzahl an Instrumenten waren die vier Männer glorreiche Meister. Ein Flügelhorn, dem man lange, weiche Töne entlockte. Den lyrischen Linien assistierten zarte Harmonien von Gitarren, unterstützt von einem entspannt dahinschreitenden Kontrabass und den unaufdringlichen Akzenten eines Schlagzeugs oder aneinandergereihten Akkorden, die am Klavier immer wieder leicht von den Fingern angetippt wurden – ihre hervorragend gelenkten Handwerkzeuge waren belebende Elemente in dieser wohligen Musik.

Schon mit der Eröffnungsmelodie "Endlich ist’s soweit" schraubten die Musikkünstler die Stimmung nach oben. "Sabine Mayer" zur Melodie von Biene Maya und "Der Ring ist teier" (The Ring of Fire) bekamen ebenso reichlichen Applaus wie andere Stücke. Unterhaltung auf der Zielgeraden gab es auch nach der Pause und Tipps aus dem Leben darüber hinaus. Die schwäbische Weisheit "Einen Kartoffelsalat, der nachts um zwei Uhr noch auf einer Party herumsteht, brauchst du gar nicht mehr probieren" oder die Erinnerung an den Sportunterricht der Musiker sorgten für schallendes Lachen. Und während sich das Quartett vom selbst erzeugten Strudel treiben ließ, sprangen die Zuhörer gerne in dieses Wildwasser hinein.

Denn die Halle tobte und die gute Laune wollte nicht enden. Hervorragend und mit Hingabe wurden dann auch "Mei Bemberle duat weh" im afrikanischen Stil und zwei weitere Stücke als Zugabe zelebriert.

Mit einem anhaltenden Beifallssturm wurde die texterfinderische, erfrischende Band nach diesen ausgezeichneten Stunden verabschiedet. Sie verstand sich blendend auf effektvolle Entwicklungen und geschickte dynamische Abläufe, aber auch auf das Prinzip Spannung und Entspannung. Die Fans waren begeistert, sangen, hüpften und wippten mit.

An dem Abend bewirteten die Mitglieder der Trachtenkapelle die Gäste des Konzertabends im Kur- und Sporthaus.

 

(Auszug aus der Badischen Zeitung vom 26.04.2016; Quelle: http://www.badische-zeitung.de/schwaebische-mundartmaschine)