Fridolinskonzert der Trachtenkapelle Häusern

Die Trachtenkapelle Häusern führt ihr Fridolinskonzert in einem voll besetzten Saal auf. (Auszug aus dem Südkurier vom 14.03.2018)

Mit viel Applaus bedankte sich das Publikum bei den Blasmusikern der Trachtenkapelle Häusern und ihrem Dirigenten Thomas Villinger für das Fridolinskonzert unter dem Motto „Liebe, Skandal und Leidenschaft“. Das Konzert begann mit „Newt says goodbye to Tina“ von James Newton Howard gefühlvoll. Bernd Schlageter begrüßte das Publikum, unter ihnen auch die Schützengilde aus Essel.

Sabrina Villinger und Saskia Neisser sagten die Stücke an und versorgten das Publikum mit zusätzlichen Informationen. Immer wieder übernahmen die verschiedenen Register Leitungsfunktionen, während jedes andere eine exklusive Klangfarbe beisteuerte.

Mit „The Way old Friends do“ von Abba, arrangiert von Martin Scharnagel, stiegen die Musiker ins Programm ein. Eine emotionale Berg- und Talfahrt der großen Gefühle wurde rasant dargestellt und gewaltig interpretiert – den Blick immer auf die Führungsqualitäten von Dirigent Thomas Villinger gerichtet. Aus der Feder von Andrew Lloyd Webber stammte „Highlights from Evita“. Stilvoll und mit Charisma, ebenbürtig der Ikone Evita, die dem argentinischen Volk Hoffnung gab und tief verehrt wurde, spielten sich die Musiker in die Herzen der Zuhörer. Ausgelassen sprühten die Musiker dann bei „Der Lehrmeister“ von Robert Sheldon.

In der Oberklasse agierten sie bei der anspruchsvollen „Pique Dame Ouverture“ von Franz von Suppé, arrangiert von Gerhard Baumann, und boten erneut fulminant und feinfühlend die Breite ihres Könnens dar. Bemerkenswert frisch und mitreißend wechselten sie in die unterschiedlichen Rhythmen, führten in die Welt verschiedener Tänze und Melodiefragmente und ließen wienerische Züge reifen. Dies führte hin zum eigentlich schwer in den Griff zu bekommenden, aber bestens bewältigten Schluss. Kraftvoll und dynamisch agierte die Trachtenkapelle bei der Polka „Späte Liebe“ von Alois Aust, dem Konzertmarsch „Der Wilde Kaiser“ von Norbert Rabanser, bei „City of Stars from La La Land“ von Justin Hurwitz und dem Medley „The Beatles“ von Paul Murtha. Schwungvoll und eindringlich präsentierten die Musiker das Medley „80er Kult(tour) – Skandal um Rosi“, arrangiert von Thiemo Kraas.

Die hohe Kultur des Swings arbeiteten sie bei „Tubthumping/I don’t mean a thing“, arrangiert von Michael Sweeney, heraus mit einem grandiosen Trompetensolo von Moritz Villinger. Der Marsch „Kaiserin Sissi“ von Timo Dellweg war eine weitere musikalische Delikatesse. Ein abwechslungsreiches Programm aus zeitgenössischer Musik, bei dem mit „Pique Dame“ in die überarbeitete Romantik eingetaucht wurde, endete mit zwei Zugaben – wobei das Publikum gerne mehr gehabt hätte.

Bevor es hieß „Gute Nacht Freunde“, erfuhr man vom Vorsitzenden Christoph Böhler, mit welchem Können das Orchester den großen Erfolg erst möglich gemacht hat. „Unser Dirigent Thomas Villinger überarbeitet die Noten auf jede Instrumentengruppe.“